geschichte

Stammeszeitung (1989-2002)

Alle Ausgaben der ehemaligen Stammeszeitung könnt ihr in unserem Wiki finden:

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WIE ALLES BEGANN

1972! Was war das für ein Jahr: Deutschland wurde Fußballeuropameister, der FC Bayern München wurde Deutscher Fußballmeister und in München fanden die Olympischen Spiele statt. In dieser ereignisreichen Zeit verspürten in Obertraubling einige Jugendliche zwischen 15 und 16 Jahren den Drang sich zu einer Gruppe zu ordnen. Zuerst versuchten sie es auf privater Ebene, doch bald sahen sie ein, dass dies unmöglich war. Zu der bestehenden KJG - Gruppe wollten sie aus bestimmten Gründen nicht beitreten, also suchten Norbert Steinl, Albert Meier und Herbert Lichtenberg eine Alternative dazu. Bei einem Treffen der o.g. mit Erwin Schmidt erzählte ihnen dieser, dass es vor einiger Zeit Pfadfinder in Obertraubling gab, inzwischen aber wieder aufgelöst haben. Er berichtete ihnen von der Tätigkeit dieser Gruppe und konnte ein Treffen mit einem früheren Pfadfindergruppenführer, Rohen, vermitteln. Das Treffen fand am 16. November 1972 im Obertraublinger Pfarrheim statt und kann somit als erste Gruppenstunde bezeichnet werden. Die Idee der Pfadfinder hatte bereits an diesem Tag Wellen geschlagen, denn außer den o.g. erschienen noch Winfried Wührl und Peter Kohout, die ersten Neuzugänge. Es bestand nun ein fester Kreis von Jugendlichen, die ihre Gruppe erweitern wollten. In den darauffolgenden Wochen traf man sich zweimal in der Woche. Während dieser zeit erfolgte die Anmeldung bei der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg. Nun durften sie sich offiziell Pfadfinder nennen. Die Gruppenstunden fanden unregelmäßig bis 18.12.1972 statt. Während dieser Zeit stießen Gerhard Hofstetter, Peter Emperhof und Hans Fischer zu der Gruppe. Bei fast allen Gruppenstunden waren auch Mitglieder der KJG anwesend. Doch die Unregelmäßigkeit der Gruppenstunden stieß bei dem damaligen Pfarrer Ruhland auf Kritik und so einigten sich die Pfadfinder auf den Montag für ihre nun regelmäßigen Gruppenstunden. Doch damit war der Konflikt noch nicht ganz beendet, denn nun wurden die Pfadfinder darauf hingewiesen, dass sie keinen Vertreter bei der Führerversamlung hatten, also ernannte man Norbert Steinl zum offiziellen Führer und somit zum ersten Vorsitzenden der Pfadfinder Obertraubling.

Ain 25. Februar 1973 fand die erste Party der Pfadfinder statt. Grund dafür war, dass der neugegründete Stamm über kein Geld verfügte. Die Party sollte dieses Problem beheben, doch mit was sollte man die Getränke und sonstiges einkaufen, ohne eigenes Kapital ??? Der Überzeugungskraft und Geschäftstüchtigkeit von Albert Meier und Norbert Steinl ist es zu verdanken, dass diese Waren auf "Pump" besorgt werden konnten. Mit einer gehörigen Portion Zweckoptimismus begann man die Party am Nachmittag, diese Feier wäre auch gut verlaufen, wenn nicht einige Niedertraublinger eine Schlägerei angezettelt hätten. Doch anstatt sich an die Polizei zu wenden, holten die Organisatoren Herrn Pfarrer zur Hilfe. Die Party wurde allerdings vom selbigen um 20.00 Uhr vorzeitig beendet und für die Pfadfinder gab es eine gehörige Standpauke. Trotzdem hatte sich die Party in finanzieller Hinsicht gelohnt, denn am nächsten Tag konnten die Pfadfinder ein Sparbuch bei der Sparkasse mit einer Einlage von 316,65 DM (159,48 €) eröffnen.

Nach der Party meldeten sich die ersten Mädchen bei der bis dahin rein männlichen Pfadfindergruppe, denn sie wollten auch eine eigene Gruppe gründen. Am Rosenmontag wurden alle interessierten Mädchen in das Jugendheim eingeladen, und dort wurde die erste Mädchengruppe gegründet. Die ersten Pfadfinderinnen waren: Mathilde Bauer, Bärbel Döllinger, Heike Deigl, Rosi Schneider, Elisabeth König, Otti Roider, Ulrike Wührl und Gabi Scheck.

Am 30. März 1973 nahmen Neutraublinger VCP - Pfadfinder an einer Leiterrunde teil und gaben den Pfadfinderneulingen aus Obertraubling wichtige Tips und Anregungen für ihre Jugendarbeit und Gruppenstunden.

Der erste Ausflug führte die Pfadfinder am 15. April 1973 zum nahegelegenen Truppenübungsplatz bei Oberhinkofen. Dort veranstalteten die Jungen ein Fahrradrennen, während die Mädchen als Krankenschwestern, Schlachtenbummler und Zeitnehmer fungierten.

Leider gab es zu dieser Zeit wieder einen Konflikt mit dem Ortsgeistlichen: Dieser bestand darauf, dass die bis dahin gemischte Gruppe sofort in eine Jungen- und Mädchengruppe geteilt werden müsste. Die Pfadfinder gaben einen Elternbrief aus und aufgrund des Ergebnisses des Elternbriefes und des koedukativen Gedanken der DPSG ließ man die Pfadfindergruppe gemischt.

Die erste Nachtwanderung fand am 19. Mai 1973 im Höflinger Forst statt. Es nahmen allerdings nur die Jungen teil. Diese Nachtwanderung fand als Art "Schnitzeljagd" statt, orientiert werden sollte sich mit Karte und Kompass.

Der erste Jugendgottesdienst mit Beteiligung der Pfadfinder fand am 16. Juni 1973 statt. An der Feier zum 1100 jährigen Bestehen von Obertraubling, nahm eine Fahnenabordnung der Pfadfinder (in geliehenen Kluften) teil. Daraufhin wurden Kluften für alle Mitglieder beschafft.

Am 26. Juli 1973 fand der erste Elternabend der Pfadfinder statt, dort wurden die Eltern über die geplanten Aktivitäten der Pfadfinder informiert.

Ein kleiner Ausflug zum Kapfelsberger Weiher fand am 14. Juli 1973 statt.

Am 17. Nov 1973 konnte bereits das einjährige Bestehen in Form einer internen Party gefeiert werden, es nahmen auch einige Jugendliche der KJG teil. Auch hier wurde die Geschäftstüchtigkeit der Pfadfinder unter Beweis gestellt: Pro Teilnehmer wurden 3,-- DM (1,51 €) Partybeitrag kassiert um die Getränke zu finanzieren, diese wurden jedoch den Pfadfindern gespendet. Am Ende der Jubliäumsfeier konnte ein Gewinn von 58,- DM verzeichnet werden. Von diesem Geld wurden dann die ersten Zelte und ein Spaten gekauft.

DIE PFADFINDER OBERTRAUBLING WAREN GEGRÜNDET